Joanna Praml ist Deutsch-Französin, 1980 in Offenbach am Main geboren. Sie war nach einer Schauspielausbildung zwei Jahre festes Ensemblemitglied am Theater Marburg.
Seit 2007 arbeitet sie als Regisseurin und entwickelt vor allem mit nicht-professionellen jungen Darsteller*innen Inszenierungen zu unterschiedlichen Themen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Überschreibungen von Klassikern, die sie mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen in Verbindung setzt. Arbeiten entstanden unter anderem am Staatstheater Nürnberg, Staatstheater Kassel, am Staatsschauspiel Dresden, am Theater an der Parkaue, am Düsseldorfer Schauspielhaus, an den Bühnen Bern, am Theater Bremen und am Deutschen Theater Berlin.
Ihre Inszenierungen wurden mehrfach ausgezeichnet. Das Drei-Generationen-Projekt »Wenn du nicht mehr da bist«, in dem sie Jugendliche, ihre Eltern und Großeltern zusammen auf die Bühne brachte, wurde zum Theatertreffen der Jugend 2014 eingeladen.
Für ihre Inszenierung „Ein Sommernachtstraum" am Düsseldorfer Schauspielhaus- wurde sie für den Deutschen Theaterpreis "Der Faust" 2017 in der Kategorie "Regie" nominiert.
Die Überschreibung "Die Räuber", die sie am Deutschen Theater inszenierte, wurde zu den 22. Internationalen Schillertagen 2022 eingeladen.
"Peer Gynt"(Staatstheater Dresden) wurde für das Augenblick mal Festival 2025 ausgewählt. "Romeo und Julia" (Staatstheater Nürnberg) wurde im Jahresheft von Die Deutsche Bühne als herausragende Inseznierung in der Spielzeit 23/24 gewürdigt.
Zudem arbeitet sie als systemischer Coach.